“Goldenen Löwen 2011“ beim 50. Weinbewerb von Pramaggiore (VE)

Bozen, im April 2011: Nach der „Gran Menzione“ – der „großen Anerkennung“ – bei der diesjährigen Vinitaly verbuchte das Landesweingut Laimburg mit seinem „Col de Réy 2006“ nun einen weiteren großen Erfolg: der „Leone d’oro 2011“ des 50. Weinwettbewerbs von Pramaggiore (VE) 2011 erging mit der höchsten Wertung im nationalen Vergleich an die rote Cuvée des Landesweinguts.

Die mehrfache Auszeichnung des Col de Réy erfreut umso mehr, als diese Cuvée das Potenzial der Südtiroler Weine eindrücklich unter Beweis stellt. Denn der kräftige trockene Rotwein – dunkelrubinrot mit granatroten Reflexen, zarten Fruchtaromen und einer angedeuteten rauchigen Lohe – ist insofern einzigartig, als hier die autochthone Rebsorte Lagrein mit den internationalen Rebsorten Petit Verdot und Tannat zusammengeführt wurde. Die rote Cuvée wird 20 Monate in kleinen Eichenholzfässern gelagert.

Der Name „Col de Réy“ entstammt den ladinischen Dolomitensagen und bedeutet “Hügellagen mit außergewöhnlichen Rebsorten und Trauben von hoher Güte”. Wohlklingende und eindrucksvolle Namen aus der Südtiroler Sagenwelt tragen die gleichsam charakterstarken Weine der „Burgselektion“ des Landesweinguts: individuell in großen Fässern oder Barrique ausgebaute Lagenweine, welche die Einzigartigkeit der Sorte wie auch des jeweiligen Weinbergs widerspiegeln. Als „Gutsweine“ bezeichnet das Landesweinguts Laimburg hingegen seine traditionellen, im Edelstahlfass oder großen Eichenholzfässern ausgebauten, rebsortentypischen Jahrgangsweine.

Vor kurzem stellte das Landesweingut Laimburg, das jährlich rund 180.000 Flaschen in den Handel bringt, seine neuen Etiketten vor, für deren Gestaltung der renommierte Südtiroler Künstler Robert Bosisio verantwortlich zeichnet. Mit intuitiver Bildsprache interpretiert der Künstler Geschichte und Tradition des Südtiroler Weinbaus an. Feine Rot- und Gelbnuancen repräsentieren die Landschaften Südtirols sowie die Kraft der Sonne, welche den Trauben ihre Intensität und spezielle Note verleiht.

Das Landesweingut Laimburg bewirtschaftet zwischen Meran, Brixen, Bozen, Überetsch und Unterland insgesamt etwa 40 Hektar Rebflächen zwischen 200–750 m ü. M. – auf Hügel- und Steillagen und unterschiedlichsten Böden. Damit nimmt das Landesweingut, seit 1975 Teil des Versuchszentrums Laimburg, nebst Repräsentationsfunktion für den Südtiroler Wein seine Aufgabe der weinbaulichen und kellerwirtschaftlichen Versuchstätigkeit für die Südtiroler Wein- und Landwirtschaft aus so vielfältigen Perspektiven wie möglich wahr.

Die Jahrtausende alte Weinbautradition in Südtirol, für die das Landesweingut Laimburg als starker Botschafter auftritt, beweisen Ausgrabungen, die 2006 am Fuße des Mittelbergs in der Nähe des Versuchszentrums Laimburg durchgeführt wurden. Die Grabungen förderten eine rätische Siedlung und 2400 Jahre alte Traubenkerne zutage. In einem Tabernakel – eine Schatzkiste mit bedeutsamen Fundstücken uralter Weingeschichte – stellen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff diese Traubenkerne in ihren „Landschaften Südtirols“ aus.